Wir Worldschoolen jetzt

Unser Weg zum Worldschooling

Als wir uns entschieden haben, als Familie länger zu reisen, war uns eines von Anfang an wichtig:
Lernen sollte weiterhin ein fester Teil unseres Alltags bleiben.

Das lag nicht nur an unserer Verantwortung als Eltern, sondern auch an unserer eigenen Geschichte. Lernen begleitet uns seit vielen Jahren – beruflich wie persönlich.

Sebastian arbeitet seit langem als Lehrer und im Bildungsbereich. Mit der Gründung von STUDIMUNDO und der individuellen Förderung in unserem eigenen Institut begleiten wir Kinder, Jugendliche und Familien in sehr unterschiedlichen Lernprozessen. Lernen zu strukturieren, zu begleiten und an individuelle Bedürfnisse anzupassen, gehört seit Jahren zu unserem Alltag.

Gerade deshalb gingen wir zunächst davon aus, dass sich Lernen auf Reisen gut organisieren lässt.

Lernen auf Reisen – zwischen Anspruch und Realität

Ohne Unterstützung durch unsere Schule, ohne Materialien und ohne klare Begleitung standen wir vor der Aufgabe, Lernen selbst vollständig zu gestalten. Unser Anspruch war hoch: Wir wollten möglichst nah am Schulstoff bleiben, nichts verpassen und unseren Kindern einen problemlosen Anschluss ermöglichen.

Was wir unterschätzt haben, war nicht der Lernstoff, sondern der Druck, der dadurch entstand.

Reisen bedeutet Veränderung: neue Orte, neue Eindrücke, wechselnde Tagesabläufe. Lernen in diesem Kontext dauerhaft zu planen und zu strukturieren, erwies sich als schwieriger, als wir erwartet hatten. Lerneinheiten wurden kürzer oder fielen aus, das schlechte Gewissen wuchs, und mit ihm auch die Belastung im Familienalltag.

Mit der Zeit wurde deutlich: So, wie wir Lernen ursprünglich gedacht hatten, passte es nicht zu unserem Leben unterwegs.

 

Der Perspektivwechsel

Der entscheidende Wendepunkt kam, als wir begannen, Lernen grundsätzlich anders zu betrachten. Durch den Austausch mit anderen reisenden Familien und durch unsere eigenen Erfahrungen erkannten wir, dass Lernen auf Reisen nicht zwangsläufig an Schulstoff, Stundenpläne oder feste Programme gebunden sein muss.

Statt Lernen immer weiter zu organisieren, begannen wir, es wieder stärker wahrzunehmen.

Fragen entstanden aus dem Alltag.
Themen entwickelten sich aus Erlebnissen.
Grundlagen wurden eingebettet, statt isoliert behandelt.

Dieser Perspektivwechsel nahm Druck aus dem Alltag – ohne Verantwortung abzugeben.

Mehr zu unserem Weg findest du in unserer Blogartikelserie „Unser Weg zum Worldschooling“.

 

Warum wir uns bewusst für Worldschooling entschieden haben

Heute machen wir bewusst Worldschooling. Für uns bedeutet das nicht, Schule grundsätzlich abzulehnen oder Lernen dem Zufall zu überlassen. Worldschooling ist für uns eine Haltung: Lernen wird nicht vom Leben getrennt, sondern bewusst mit dem Alltag verbunden.

Reisen wird zum Lernraum. Erfahrungen werden zum Ausgangspunkt für Vertiefung. Lernen orientiert sich an Sinn, Zusammenhang und Interesse – nicht an einem starren Plan.

Diese Form des Lernens passt zu unserem Familienleben unterwegs. Sie ist flexibler, nachhaltiger und vor allem: stimmiger.

 

Orientierung statt fertiger Antworten

Unser Weg zum Worldschooling war kein geradliniger.
Er war geprägt von Fragen, Unsicherheiten und dem Wunsch, es gut zu machen – trotz Erfahrung, trotz Wissen, trotz beruflicher Nähe zum Thema Bildung.

Genau aus dieser Kombination aus pädagogischer Praxis und persönlichem Erleben sind die Texte entstanden, die wir heute teilen.

Wenn du dich gerade selbst mit Lernen auf Reisen beschäftigst, haben wir zwei Angebote für dich:

 

Kostenloser Einstieg

„5 Denkfehler über Lernen auf Reisen“

Ein kurzer Guide für Eltern, die sich mit Lernen unterwegs auseinandersetzen möchten,

👉 Hier kannst du diesen Ratgeber kostenlos herunterladen

.

Irene und Sebastian

Warum wir Lernen auf Reisen neu denken mussten – unser Weg zum Worldschooling (Teil 1)
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