Australien

Roadtrip durch Western Australia - Teil 3: Von Esperance nach Perth – Küstenträume und Urzeitwälder in Western Australia
16.02.2026 02:06 Von Esperance fahren wir über den spektakulären Great Ocean Drive zurück nach Westen. In Albany staunen wir über schroffe Küsten im Torndirrup Nationalpark, bevor uns im Valley of the Giants jahrhundertealte Tingle Trees in ihren Bann ziehen. Über Busselton und Preston Beach endet unser Roadtrip durch Western Australia – mit einem letzten Sonnenunt...
Roadtrip durch Western Australia - Teil 2: Wave Rock und Cape Le Grand
10.02.2026 06:39 Unser Roadtrip durch Western Australia geht weiter: endlose Weite im Wheat Belt, der uralte Wave Rock, Traumzeit-Legenden bei Mulka’s Cave und schließlich das Paradies Cape Le Grand. Hellfire Bay, Lucky Bay und der abenteuerliche Aufstieg auf den Frenchman Peak machen diese Etappe unvergesslich.

Mit dem Camper durch Australiens Outback

Von Melbourne nach Darwin

Willkommen zu deinem nächsten Abenteuer! Stell dir vor: endlose Straßen, atemberaubende Landschaften, magische Sonnenuntergänge und das Gefühl völliger Freiheit. Diese Reise führt dich von der pulsierenden Metropole Melbourne durch das faszinierende Outback bis ins tropische Darwin. Mit einem Camper wird diese Route zu deinem persönlichen Zuhause auf vier Rädern – perfekt, um die schönsten Ecken Australiens zu entdecken. Hier nehmen wir Dich mit auf diese legendäre Strecke und geben Dir hilfreiche Tipps für Deine Reise durch das australische Outback.

Melbourne

Der perfekte Startpunkt

Deine Reise beginnt in Melbourne, einer der lebenswertesten und kulturell aufregendsten Städte der Welt – und der wohl coolsten Stadt Australiens. Bevor du deinen Camper belädst und ins Abenteuer startest, lohnt es sich, die Stadt in vollen Zügen zu genießen.

Was Melbourne so besonders macht:

Die Stadt ist bekannt für ihre lebendige Kunst- und Kulturszene. Schlendere durch die ikonischen Gassen der Innenstadt wie Hosier Lane oder AC/DC Lane, die voller beeindruckender Street-Art und Kreativität stecken. Diese versteckten Ecken laden dazu ein, ständig Neues zu entdecken – sei es ein kleines Café, eine Galerie oder ein Boutique-Shop.

Wenn du die lokale Küche und Produkte besser kennenlernen möchtest, solltest du einen Abstecher zum Queen Victoria Market machen. Hier findest du nicht nur frische Vorräte für deinen Roadtrip, sondern auch zahlreiche Food-Stände, die internationale Leckerbissen anbieten.

Entspannung und Natur:

Falls du ein wenig Natur in der Stadt suchst, bieten sich der Royal Botanic Gardens oder ein Spaziergang entlang des Yarra River an. Diese grünen Oasen sind perfekt, um eine Pause vom urbanen Trubel zu machen und Kraft für die bevorstehende Reise zu tanken.

Tipp vor dem Roadtrip:

Stelle sicher, dass dein Camper vollständig ausgestattet ist! Neben Wasser- und Benzinkanistern sowie einer Grundausstattung an Lebensmitteln solltest du auch an Dinge wie Kartenmaterial (falls das Netz im Outback versagt) und Erste-Hilfe-Kits denken.

Die Great Ocean Road

Spektakuläre Küstenlandschaften

Kaum bist du aus Melbourne heraus, erwartet dich ein echtes Highlight: die Great Ocean Road. Diese weltberühmte Küstenstraße schlängelt sich entlang schroffer Klippen und vorbei an traumhaften Stränden. Die Zwölf Apostel, riesige Kalksteinfelsen im Meer, sind ein absolutes Must-See.

Must-Stops:

  • Bells Beach: Ein Paradies für Surfer.

  • Apollo Bay: Perfekt für einen kurzen Strandspaziergang.

  • Cape Otway: Besuche den Leuchtturm und halte Ausschau nach Koalas.

Tipp: Plane genügend Zeit für Fotostopps ein und tanke den Camper regelmäßig auf – Tankstellen sind hier seltener als du denkst.

Grampians National Park

Wanderparadies mit Aussicht

Von der Küste geht’s ins Inland zu den majestätischen Grampians. Hier kannst du beeindruckende Wanderungen unternehmen, Wasserfälle bestaunen und mehr über die Kultur der Aborigines erfahren. Die Aussicht vom Pinnacle Lookout wird dich umhauen!

Tipp: Die Grampians sind bekannt für ihre Tierwelt – halte die Kamera bereit für Kängurus und Emus.

Barossa Valley

Genuss für alle Sinne

Jetzt wird es genussvoll: Das Barossa Valley ist eines der bekanntesten Weinbaugebiete Australiens. Gönn dir eine Weinverkostung und genieße regionale Spezialitäten, bevor es weiter ins Outback geht.

Tipp: Wenn du mit dem Camper unterwegs bist, kannst du auf einem der vielen Weingüter übernachten – ein unvergessliches Erlebnis.

 

Port Augusta

Das Tor zum Outback

Port Augusta wird oft als das "Tor zum Outback" bezeichnet. Hier solltest du dich noch einmal mit Vorräten eindecken und den Camper checken lassen. Ab jetzt beginnt der echte Outback-Teil deiner Reise.

Flinders Ranges

Rote Berge und wilde Schluchten

Die Flinders Ranges sind ein beeindruckendes Gebirge, das besonders bei Sonnenaufgang und -untergang in einem spektakulären Rot leuchtet. Ein Abstecher nach Wilpena Pound, einem natürlichen Amphitheater, ist ein absolutes Highlight.

Tipp: Trage festes Schuhwerk und achte auf ausreichenden Sonnenschutz – die Sonne kann hier gnadenlos sein.

Coober Pedy

Die Stadt unter der Erde

Willkommen in der Opalhauptstadt der Welt! Coober Pedy ist berühmt für seine unterirdischen Häuser und Hotels, die die Bewohner vor der Wüstenhitze schützen. Besuche eine Opalmine oder übernachte in einem unterirdischen Hostel.

Tipp: Probiere die regionale Spezialität „Känguru-Steak“ und erkunde die bizarre Mondlandschaft außerhalb der Stadt.

Uluru und Kata Tjuta

Magie im Herzen Australiens

Kein Outback-Roadtrip wäre komplett ohne einen Besuch beim Uluru (Ayers Rock) und den nahegelegenen Kata Tjuta (Olgas). Der Anblick des Uluru bei Sonnenaufgang oder -untergang ist absolut magisch. Nimm an einer geführten Tour teil, um mehr über die spirituelle Bedeutung dieses Ortes für die Anangu, die traditionellen Besitzer, zu erfahren.

Tipp: Bleib respektvoll und halte dich an die Regeln der Aborigines, insbesondere was das Klettern auf den Uluru betrifft (das inzwischen verboten ist).

Kings Canyon

Atemberaubende Schluchten

Eine Wanderung entlang des Kings Canyon Rim Walk gehört zu den unvergesslichen Momenten dieses Roadtrips. Der Blick in die tiefe Schlucht ist atemberaubend.

Tipp: Starte früh am Morgen, um der Mittagshitze zu entgehen, und nimm genügend Wasser mit.

Stuarts Well Roadhouse

Ein singender Dingo

Auf dem Weg nach Alice Springs solltest du einen Zwischenstopp im Stuarts Well Roadhouse einlegen. Hier lebt ein ganz besonderer Bewohner: ein Dingo, der „singt“!

Tipp: Nutze die Roadhouses entlang des Stuart Highway, um Benzin zu tanken und kleine Pausen einzulegen.

Alice Springs

Das Herz des Outbacks

Alice Springs ist der perfekte Ort, um ein paar Tage zu entspannen und das Outback-Leben zu erleben. Besuche den Royal Flying Doctor Service oder erkunde den Alice Springs Desert Park.

Tipp: Die Stadt ist auch der Ausgangspunkt für Touren in die West MacDonnell Ranges.

Devils Marbles

Mystische Felsformationen

Die Devils Marbles (Karlu Karlu) sind riesige Granitkugeln, die wie zufällig aufeinander gestapelt wirken. Sie sind ein heiliger Ort der Aborigines und ein großartiger Fotostopp.

Mataranka

Heiße Quellen

Nach all der Outback-Hitze kannst du in den natürlichen Thermalquellen von Mataranka wunderbar entspannen. Das türkisfarbene Wasser ist angenehm warm und kristallklar.

Nitmiluk National Park

Schluchten und Wasserfälle

Nitmiluk, auch bekannt als Katherine Gorge, beeindruckt mit seinen tiefen Schluchten und Wasserfällen. Hier kannst du Kajak fahren oder eine Bootstour machen.

Kakadu National Park

UNESCO-Weltnatur- und -kulturerbe

Der Kakadu National Park bietet dir eine unglaubliche Vielfalt an Landschaften, Tierwelt und Aborigine-Kultur. Die Yellow Water Cruises bringen dich ganz nah an Krokodile und exotische Vögel heran. Am Ubirr Rock kannst du uralte Felsmalereien bewundern und eine unglaubliche Aussicht genießen.

Litchfield National Park

Tropische Oasen

Kurz vor Darwin wartet der Litchfield National Park mit tropischen Wasserfällen und natürlichen Pools auf dich – ideal für eine letzte Abkühlung.

Darwin

Charmante Hauptstadt des Northern Territory

Nach Wochen auf der Straße erreichst du das tropische Darwin. Diese lebendige Stadt ist der perfekte Ort, um deinen Roadtrip gebührend abzuschließen. Genieße die Märkte, die Strände und die entspannte Atmosphäre.

Tipps für deine Reise durchs Outback

  • Tankstellen: Tanke, wann immer du kannst. Die Abstände zwischen den Tankstellen sind enorm.
  • Vorräte: Nimm immer genügend Wasser und Lebensmittel mit – mindestens 5 Liter Wasser pro Person und Tag.
  • Navigation: Verlass dich nicht ausschließlich auf GPS. Eine physische Straßenkarte kann im Outback Gold wert sein.
  • Tiere: Fahre vorsichtig, besonders in der Dämmerung – Kängurus sind bekannt dafür, plötzlich die Straße zu überqueren.
  • Kommunikation: Ein Satellitentelefon oder ein Notfallgerät wie ein EPIRB kann in abgelegenen Gebieten lebensrettend sein.

Fazit

Ein Roadtrip von Melbourne nach Darwin ist mehr als nur eine Reise – es ist ein Abenteuer, das du nie vergessen wirst. Du wirst die Vielfalt Australiens erleben, von rauen Küsten und roten Wüsten bis hin zu tropischen Regenwäldern. Mit diesen Tipps und deinem Camper bist du perfekt ausgestattet, um das Outback in vollen Zügen zu genießen.

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Unser Weg zum Worldschooling – Teil 2

Wie Lernen unterwegs für uns heute aussieht

Teil 1 findest du hier...

Nachdem wir begonnen hatten, unseren Blick auf Lernen grundsätzlich zu verändern, blieb eine zentrale Frage offen:
Wie kann Lernen im Alltag auf Reisen konkret aussehen, ohne dass sich der alte Druck in neuer Form wieder einschleicht?

Loszulassen war ein wichtiger erster Schritt. Doch schnell wurde klar, dass weniger Kontrolle nicht automatisch mehr Orientierung bedeutet. Vielmehr brauchte es eine andere Art von Aufmerksamkeit – für unsere Kinder, für unseren Alltag und für das, was sich tatsächlich zeigt.

 

5 Denkfehler über das Lernen auf Reisen. 

Eine Einladung zum Nachdenken für Familien, die Lernen unterwegs ernst nehmen.

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und wieder klarer zu sehen, was für eure Familie passt

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Lernen beginnt nicht mit einem Plan

Zu Beginn hatten wir die Sorge, dass Lernen ohne feste Zeiten und klar definierte Einheiten im Alltag untergehen könnte. Schließlich war unser bisheriges Verständnis stark davon geprägt, dass Lernen geplant, sichtbar und überprüfbar sein muss, um „zu funktionieren“.

Was wir stattdessen erlebt haben, war eine Verschiebung des Fokus.
Lernen begann nicht mehr mit einem Plan, sondern mit Beobachtung.

Wir begannen genauer hinzuschauen:
Welche Themen beschäftigen unsere Kinder gerade wirklich?
Wo entstehen Fragen ganz von selbst?
Und an welchen Stellen lohnt es sich, innezuhalten und etwas zu vertiefen?

Lernen hatte keinen festen Platz im Tagesablauf, aber es war präsent.
Manche Tage waren intensiver, andere verliefen scheinbar lernfrei. Rückblickend zeigte sich jedoch, dass auch diese Tage ihren Wert hatten, weil Eindrücke nachwirkten und sich Gedanken setzten.

 

Impulse statt Programme

Ein wesentlicher Unterschied zu unserer früheren Herangehensweise liegt heute darin, dass wir nicht mehr versuchen, Lernprogramme oder Curricula umzusetzen. Stattdessen arbeiten wir mit Impulsen, die aus dem Alltag entstehen.

Ein Ort, an dem wir länger bleiben und der Fragen aufwirft.
Ein Gespräch unterwegs, das hängen bleibt.
Eine Beobachtung, die Neugier weckt und vertieft werden möchte.

Manchmal greifen wir diese Impulse gezielt auf, suchen gemeinsam Informationen, lesen nach oder setzen uns bewusst damit auseinander. In anderen Fällen bleiben sie genau das, was sie sind: Anstöße, die im Hintergrund weiterwirken, ohne sofort aufgegriffen zu werden.

Diese Offenheit war für uns zunächst ungewohnt, weil sie sich nicht messen oder abhaken lässt. Gleichzeitig hat sie dem Lernen eine Leichtigkeit zurückgegeben, die wir lange vermisst hatten.

 

Grundlagen im Alltag verankern

Worldschooling bedeutet für uns nicht, grundlegende Fähigkeiten aus dem Blick zu verlieren. Sprachen und Mathe sind weiterhin wichtig, und wir nehmen diese Bereiche bewusst wahr.

Der Unterschied liegt darin, wie wir ihnen begegnen.
Statt Lerninhalte losgelöst vom Alltag zu behandeln, entstehen sie aus konkreten Situationen heraus.

Mathe taucht beim Planen von Wegen, beim Einkaufen oder beim Abschätzen von Entfernungen auf. Sprachen sind allgegenwärtig – im Lesen, Erzählen, Schreiben und im Austausch miteinander und mit den Einheimischen und Freunden. Erdkunde machen wir bei der Beschäftigung mit Orten, an denen wir sind. Biologie, wenn wir ein Tier oder eine Pflanze entdecken, die uns fasziniert.

Wissen wird nicht isoliert vermittelt, sondern angewendet und vertieft, wenn es gebraucht wird.

Natürlich gibt es Phasen, in denen Wiederholung notwendig ist oder gezielte Begleitung gefragt ist. Doch ohne den permanenten Vergleich mit einem Lehrplan fühlt sich dieses Lernen weniger eng an und lässt mehr Raum für individuelle Entwicklungen.

 

Eine andere Art von Struktur

Lange Zeit war unser Bild von Struktur sehr klar: feste Zeiten, klare Abläufe, sichtbare Ergebnisse. Unterwegs hat sich dieses Verständnis verändert. - Auch, weil es einfach nicht funktioniert hat. Unser Reisealltag ist ständig Änderungen unterworfen: Neue Zeitzone, neues Land, neuer Ort, neue Unterkunft... Allein das macht eine feste Lernstruktur beinahe unmöglich.

Heute erleben wir Struktur weniger als starres Gerüst, sondern als etwas, das sich aus dem Alltag heraus entwickelt. Gemeinsame Routinen, wiederkehrende Gespräche, feste Zeiten für Austausch und ein verlässliches Miteinander geben Orientierung, ohne das Lernen einzuengen.

Es gibt Phasen mit mehr Fokus und Phasen, in denen Lernen im Hintergrund läuft. Beides hat seinen berechtigten Platz, und beides gehört für uns zu einem nachhaltigen Lernprozess dazu.

 

Wenn das schlechte Gewissen leiser wird

Ein Aspekt, der sich mit der Zeit spürbar verändert hat, ist das schlechte Gewissen. Nicht, weil wir das Gefühl hätten, nun alles „richtig“ zu machen, sondern weil wir besser verstehen, warum wir Entscheidungen treffen und welche Auswirkungen sie haben.

Wir vergleichen weniger mit äußeren Maßstäben und rechtfertigen uns seltener – auch vor uns selbst. Vor allem haben wir akzeptiert, dass Lernen nicht immer sofort sichtbar sein muss, um wirksam zu sein.

Diese Akzeptanz hat viel Druck aus dem Alltag genommen und Raum für Vertrauen geschaffen.

 

Was wir heute anders bewerten

Heute messen wir Lernen nicht mehr an erledigten Aufgaben oder abgearbeiteten Inhalten. Wichtiger sind für uns Zusammenhänge, Interesse und Tiefe – und das, was langfristig hängen bleibt und was unsere Kinder wirklich von dieser Reise mitnehmen!

Dieser Zugang fühlt sich nicht immer sicher an, weil er weniger klare Orientierungspunkte bietet. Gleichzeitig ist er ehrlicher und näher an dem, was Lernen für uns heute bedeutet.

 

Ein Gedanke zum Schluss

Worldschooling ist für uns kein festes Konzept, das wir umsetzen, sondern ein Weg, den wir bewusst gehen. Er erfordert Aufmerksamkeit, Offenheit und die Bereitschaft, immer wieder nachzujustieren – ohne den Anspruch, jeden Schritt vorher zu kennen.

Nicht jeder Tag fühlt sich gleich an, und nicht jede Phase ist leicht.
Aber insgesamt fühlt sich dieser Weg stimmig an.

 

 

Ein Leitfaden zur Schulbeurlaubung:

 

Weltreise mit Kindern trotz Schulpflicht - Der Weg zur Schulbeurlaubung.

 

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