Australien - Die Ostküste

Roadtrip durch Western Australia - Teil 2: Wave Rock und Cape Le Grand
10.02.2026 06:39 Unser Roadtrip durch Western Australia geht weiter: endlose Weite im Wheat Belt, der uralte Wave Rock, Traumzeit-Legenden bei Mulka’s Cave und schließlich das Paradies Cape Le Grand. Hellfire Bay, Lucky Bay und der abenteuerliche Aufstieg auf den Frenchman Peak machen diese Etappe unvergesslich.
Roadtrip durch Western Australia - Teil 1
07.02.2026 00:26 Wir verabschieden uns von Hoi An und brechen zu einem neuen Traum auf: Australien. Nach einem emotionalen Abschied beginnt unser Roadtrip durch Westaustralien – von Kängurus im Yanchep Nationalpark über die Pinnacles, den Kalbarri Canyon bis zur wilden Shark Bay. Freiheit, Weite und pures Glück.

Mit dem Camper von Cairns nach Melbourne

Ein Roadtrip voller Abenteuer

Du träumst von Freiheit, atemberaubenden Landschaften und einem Hauch von Abenteuer? Dann schnapp dir einen Camper und begleite mich auf einer unvergesslichen Reise entlang der australischen Ostküste – von tropischen Regenwäldern bis hin zu pulsierenden Metropolen. Von Cairns bis Melbourne erwarten dich über 3.000 Kilometer voller magischer Momente und spektakulärer Erlebnisse. Pack deine Sachen, denn es geht los!

Start in Cairns

Tropisches Flair und das Great Barrier Reef

Dein Abenteuer beginnt in Cairns, der entspannten Stadt im Norden von Queensland. Schon beim ersten Bummel durch die Straßen spürst du die tropische Atmosphäre: Palmen säumen die Wege, und die Esplanade lädt mit ihrer Lagune zum Entspannen ein. Aber Cairns hat mehr zu bieten – vor allem eines der beeindruckendsten Naturwunder der Welt: das Great Barrier Reef.

Ein Rundflug über das Riff ist Pflicht! Aus der Vogelperspektive siehst du die Farbenpracht der Korallen und die schillernden Blautöne des Ozeans. Die schiere Größe des Riffs raubt dir den Atem. Nach diesem Erlebnis holst du deinen Camper ab – dein Zuhause auf Rädern für die nächsten Wochen. Los geht’s in Richtung Cape Tribulation!

Cape Tribulation

Wo Regenwald auf das Meer trifft

Auf der Fahrt nach Cape Tribulation durchquerst du den Daintree-Nationalpark, ein UNESCO-Weltnaturerbe. Hier erlebst du den ältesten Regenwald der Welt hautnah. Wandere über hölzerne Stege, lausche dem Zirpen der Zikaden und lass dich von der üppigen Pflanzenwelt verzaubern. Am Cape Tribulation treffen dichter Regenwald und weißer Sandstrand direkt aufeinander – ein absolut magischer Ort. Und nachts? Lass dich von den Geräuschen des Waldes in den Schlaf wiegen.

Townsville und Magnetic Island

Inselträume und bunte Unterwasserwelten

Dein nächster Stopp ist Townsville, eine charmante Küstenstadt. Von hier aus setzt du mit der Fähre über nach Magnetic Island. Auf der Insel fühlst du dich wie in einer anderen Welt. Miet dir einen knallbunten Moke (einen kleinen, offenen Inselwagen) und erkunde die malerischen Buchten und Aussichtspunkte. Halte Ausschau nach den berühmten Koalas, die in den Bäumen dösen.

Magnetic Island ist auch ein Paradies für Schnorchler. Die Unterwasserwelt entlang des Schnorchelpfades in Geoffrey Bay ist spektakulär – bunt schimmernde Korallen und neugierige Fische begleiten dich auf deinem Tauchgang. Nach diesem Inselabenteuer kehrst du mit einem breiten Lächeln auf die Fähre zurück.

Airlie Beach und die Whitsundays

Postkartenidylle pur

Die Straße führt dich weiter nach Airlie Beach, einem lebhaften Ort, der das Tor zu den Whitsunday Islands ist. Hier solltest du unbedingt eine Bootstour unternehmen! Während du durch die Inselgruppe segelst, kannst du es kaum glauben: feiner, weißer Sandstrand und türkisfarbenes Wasser – es sieht aus wie aus einem Reiseprospekt.

Ein Highlight der Tour ist der Whitehaven Beach, einer der schönsten Strände der Welt. Und wenn du schnorcheln möchtest, erwarten dich auch hier wieder farbenfrohe Korallenriffe und ein wahres Paradies unter Wasser. Airlie Beach wird dich nicht mehr so schnell loslassen!

Hervey Bay und Fraser Island

Abenteuer auf der größten Sandinsel der Welt

In Hervey Bay wartet das nächste Abenteuer: ein Tagesausflug nach Fraser Island, die größte Sandinsel der Welt. Mit einem Geländewagen erkundest du die Insel, von kristallklaren Süßwasserseen wie dem Lake McKenzie bis hin zu den goldenen Sandstränden, an denen du kilometerweit entlangfahren kannst. Auch die Maheno-Wrack-Ruine, die gestrandete Überreste eines Schiffs, erzählt hier ihre eigene Geschichte. Diese Insel ist ein echter Abenteuerspielplatz!

Sunshine Coast und Brisbane

Surfen und City-Vibes

Die Sunshine Coast macht ihrem Namen alle Ehre – die sonnenverwöhnten Strände laden dich zum Surfen, Schwimmen und Entspannen ein. Besuche den bezaubernden Ort Noosa, wo das Leben etwas langsamer verläuft und dich der Nationalpark mit atemberaubenden Küstenwegen lockt.

Von hier aus geht es weiter nach Brisbane, der Hauptstadt von Queensland. Die Stadt ist modern, lebendig und vielseitig. Genieße einen Spaziergang entlang der South Bank, einem grünen Stadtviertel mit Gärten, Restaurants und einem künstlichen Strand. Brisbane ist ein Ort, an dem sich die Großstadt und die Natur die Hand reichen.

Gold Coast und Byron Bay

Surfer-Paradies und Walbeobachtungen

Nur eine Stunde südlich von Brisbane liegt die Gold Coast – ein Paradies für Surfer. Die Wolkenkratzer von Surfers Paradise, die goldenen Strände und das aufregende Nachtleben machen diesen Ort zu einem Hotspot für Abenteurer.

Weiter südlich erreichst du Byron Bay, wo die Atmosphäre entspannter wird. Die Hippie-Metropole Australiens ist bekannt für ihre alternative Szene und die atemberaubende Natur. Der Leuchtturm am Cape Byron ist der östlichste Punkt Australiens – ein großartiger Ort, um Pottwale direkt von der Küste aus zu beobachten. Dieses Erlebnis wirst du nie vergessen.

Sydney

Die Perle Australiens entdecken

Sydney, die größte Stadt Australiens, begeistert mit einer Mischung aus urbanem Flair, traumhaften Stränden und beeindruckender Natur. Egal, ob du die weltberühmte Oper bestaunst, durch das historische Viertel The Rocks schlenderst oder an den Stränden von Bondi oder Manly entspannst – Sydney hat für jeden etwas zu bieten.

Sehenswürdigkeiten, die du nicht verpassen solltest

Ein absolutes Highlight ist natürlich das Sydney Opera House, eines der bekanntesten Wahrzeichen der Welt. Direkt daneben erstreckt sich die Harbour Bridge, die du entweder überqueren oder bei einer geführten Klettertour erklimmen kannst – mit spektakulärem Blick auf den Hafen!

Für alle, die Natur lieben, bietet sich ein Besuch im Royal Botanic Garden an, eine grüne Oase mitten in der Stadt. Ein besonderer Aussichtspunkt ist Mrs. Macquarie’s Chair, eine in Stein gemeißelte Bank, die einen atemberaubenden Blick auf das Opernhaus und die Harbour Bridge bietet – perfekt für Fotos, besonders zum Sonnenuntergang.

Strände und Outdoor-Erlebnisse

Sydney ist ein Paradies für Strandliebhaber. Der berühmte Bondi Beach lädt zum Surfen und Sonnenbaden ein, während der malerische Coogee Walk fantastische Ausblicke auf die Küste bietet. Wer es ruhiger mag, findet in Manly Beach oder Watsons Bay perfekte Plätze zum Entspannen.

Kulinarik & Nightlife

Von trendigen Cafés in Surry Hills bis hin zu erstklassigen Restaurants am Darling Harbour – Sydney verwöhnt Feinschmecker mit frischen Meeresfrüchten und internationaler Küche. Am Abend locken angesagte Rooftop-Bars und gemütliche Pubs, die das Stadtleben perfekt abrunden.

Sydney ist eine Stadt, die begeistert – mit ihrer Vielfalt, Schönheit und entspannten Lebensart. Wer Australien besucht, sollte sich dieses Juwel nicht entgehen lassen!

Canberra und Bittangabee Bay

Von der Hauptstadt in die Wildnis

Nach der lebhaften Metropole steht ein Besuch in Canberra, der Hauptstadt Australiens, an. Die Stadt ist ruhig, geordnet und bietet viele interessante Museen und Galerien. Besonders sehenswert ist das Australische Kriegsmuseum sowie das Parlament.

Danach wird es wieder wild: Die Bittangabee Bay im Ben-Boyd-Nationalpark bietet dir abgelegene Strände und atemberaubende Natur. Ein idealer Ort, um für ein oder zwei Tage den Alltag hinter dir zu lassen und die Ruhe zu genießen.

Wilsons Promontory

Australiens wilde Seite

„The Prom“, wie die Einheimischen Wilsons Promontory nennen, ist ein Highlight auf dem Weg nach Melbourne. Der Nationalpark begeistert mit spektakulären Wanderwegen, einsamen Stränden und einer reichen Tierwelt. Vielleicht entdeckst du Wombats oder Kängurus auf deiner Tour! Ein besonders schöner Ort ist der Squeaky Beach, dessen Sand unter deinen Füßen quietscht.

Fazit: Ein Roadtrip, der dich für immer verändert

Ein Roadtrip von Cairns nach Melbourne ist mehr als nur eine Reise – es ist eine Erfahrung, die dich bereichert und dich die Schönheit Australiens hautnah erleben lässt. Von tropischen Regenwäldern über endlose Strände bis hin zu pulsierenden Städten bietet diese Route alles, was dein Herz begehrt. Also, worauf wartest du? Dein Camper steht bereit, und das Abenteuer wartet auf dich!

Du planst gerade eine Reise nach Australien? 
 

Wir haben anhand unserer Erfahrungen vor Ort unsere ganz persönlichen Highlights für dich zusammengestellt. 

Entdecke die schönsten Strände, spektakulärsten Landschaften, viele Ausflugstipps und Must Sees.

Spare Zeit und starte entspannt in deinen Urlaub, ohne lange recherchieren zu müssen.

Unser zweites Zuhause für drei Monate

Willkommen zurück, Hoi An!

Nach dreieinhalb Wochen Roadtrip entlang der australischen Ostküste, nach Cairns und dem Daintree-Regenwald, nach Monaten voller roter Erde, weiter Wälder und endloser Highways – haben wir uns wieder in den Flieger gesetzt. Diesmal zurück. Zurück nach Vietnam. Zurück nach Hoi An.

Und während sich das Flugzeug über dem Südchinesischen Meer in den Sinkflug senkte, war da dieses Gefühl, das man eigentlich nur vom Nachhausekommen kennt.
 

Erst der Plan, dann das Haus

Mit Australien hatten wir einen Kontinent erlebt, der uns gefordert, begeistert und manchmal auch erschöpft hat. Hoi An würde das Gegenteil sein: vertraut, warm, einfach. Ein Ort, den wir kennen und lieben. Ein Ort, an dem wir ankommen wollten – für längere Zeit.

Der Plan war schnell gemacht, die Umsetzung denkbar unkompliziert. Wir buchten einen Flug und eine Unterkunft für die ersten Tage. Mehr nicht. Denn wir wussten: Das richtige Zuhause würden wir vor Ort finden.

Und so bezogen wir zunächst ein kleines Gästehaus in Tra Que, dem idyllischen Gemüsedorf am Stadtrand von Hoi An. Wer Hoi An kennt, weiß: Die Stadt ist weniger eine Stadt als ein Geflecht aus kleinen Dörfern, die ineinanderfließen – die Altstadt, die Strände von An Bang und Cua Dai, das Gemüsedorf Tra Que, das Töpferdorf Thanh Ha. Jedes Viertel hat seinen eigenen Rhythmus, seinen eigenen Charakter.

Tra Que Hoi An

Tra Que ist besonders ruhig. Schmale Wege führen an sattgrünen Gemüsefeldern vorbei, Bauern arbeiten im frühen Morgenlicht, Hähne krähen, Motorräder sind weit weg. Hier suchten wir in den ersten Tagen parallel nach einem Haus zur Miete – und wurden schnell fündig.

Nach wenigen Tagen hatten wir den Mietvertrag unterschrieben. Drei Monate Hoi An. Es ist offiziell.
 

An Bang – Strandleben mit Ruheoase

Unser Haus liegt in An Bang, dem Stranddorf von Hoi An, nur wenige Schritte von der Strandstraße entfernt. Dort tobt das Leben: Restaurants, Bars, Cafés, Händler, Touristen, Locals. Der Strand von An Bang ist einer der schönsten der Gegend – breit, lang, mit feinem Sand und einem Blick aufs Meer und die vorgelagerten Cham-Inseln, der immer wieder aufs Neue einfach wunderschön ist.

Hidden Beach An Bang Hoi An

Und doch: Unser Haus selbst liegt völlig ruhig. Eine andere Welt, dabei fast nur um die Ecke. Wir haben einen kleinen Garten mit einem mächtigen Mangobaum und einem Affenbrotbaum, unter denen wir viele Stunden verbracht haben – mit Kaffee am Morgen, mit Büchern am Nachmittag, mit einem Glas Wein am Abend, wenn die Hitze des Tages nachlässt. Solche Plätze findet man nicht, man hat Glück und stolpert über sie.
Haus An Bang Hoi An Haus An Bang Hoi An

 

Roller raus, Freiheit rein

Reisernte Hoi AnSchon am ersten Tag haben wir das getan, was in Hoi An einfach dazugehört: Maxi und Sebastian haben sich Roller gemietet. Ohne Roller ist man in Hoi An zwar nicht verloren, aber mit Roller ist man frei. Durch die Reisfelder, in die durch hunderte bunte Laternen erleuchtete Altstadt, an den Fluss, in dem die Wasserbüffel baden, zum Strand, in die Dörfer ringsum – alles geht, alles ist nah, alles macht Spaß.

Die Kinder wissen das noch besser als wir.

Wasserbüfel Hoi An Reisfelder Hoi An Lantern Boats Hoi An Reisernte Hoi An Hoi An

 

Sebastians Geburtstag – Gartenparty unter dem Mangobaum

Liesel Sebastian GeburtstagKaum haben wir die Koffer ausgepackt und die ersten Schubladen belegt, steht schon das erste große Ereignis bevor: Sebastians Geburtstag.

Ein Geburtstag in Hoi An, in einem neuen Haus, mit Freunden, die man gerade erst wiedergetroffen hat – das kann eigentlich nur gut werden.

Es hat sich schnell herausgestellt, dass unser direkter Nachbar Getränkehändler ist. Er beliefert die Restaurants und Bars in An Bang mit Bier und Softdrinks – und nachdem wir uns vorgestellt und ein bisschen geplaudert haben, beliefert er nun auch uns. Praktischer hätte der erste Nachbarschaftskontakt kaum beginnen können.

 Sebastian Geburtstag

Wir laden unsere Freunde ein, der Garten füllt sich, die Stimmung steigt. Und dann holt James, der begnadete Musiker, seine Gitarre raus und gibt ein kleines Privatkonzert unter dem Mangobaum. Die Abendluft ist warm, das Lachen laut, der Abend lang.

Ein wunderschöner Einstand in unser neues Hoi-An-Leben.

 

Alte Freunde, neue Gesichter

Was Hoi An für uns so besonders macht, ist nicht nur der Ort – es sind die Menschen.

Wir waren zuletzt im Januar hier. Seitdem ist die Community mächtig gewachsen. Familien, die damals noch nicht da waren, sind inzwischen angekommen und fest verwurzelt. Unter ihnen viele deutsche Familien, die denselben Weg gegangen sind: raus aus dem Alltag, rein ins Leben. Wir lernen tolle neue Menschen kennen, die wir so schnell nicht mehr missen möchten.

Und dann sind da die alten Freunde. Menschen, mit denen wir in Hoi An Abende verbracht, Abenteuer erlebt und Momente geteilt haben, die wir in Australien – ohne es laut zu sagen – ein bisschen vermisst haben. Diese Wiedersehen haben etwas Wärmendes, das man nicht planen kann.

Die Kinder strahlen. Ihre Freunde sind noch da. Manchmal ist das das Schönste überhaupt.

 

Drei Monate – mit allem, was dazugehört

Wir haben uns für drei Monate eingerichtet, und das bedeutet: echtes Leben, kein Tourismus. Mit Wochenmärkten statt Restaurants, mit Lieblingsplätzen statt Sehenswürdigkeiten, mit dem Gefühl, zu wissen, wo was ist – und warum man wo hingeht.

Unterbrochen wird diese Zeit natürlich – ein Visa-Run steht irgendwann an, und ein paar Ausflüge in die Region sind bereits in Planung. Aber das Schöne ist: Wir kehren zurück. Immer wieder zurück nach Hoi An.

An Bang Market

Denn hier haben wir Freunde. Hier kennen wir uns aus. Hier fühlen wir uns wohl.

Hier, unter dem Mangobaum in unserem kleinen Garten, mit dem Rauschen des Meeres, das man abends gerade noch ahnen kann, wenn der Wind aus der richtigen Richtung kommt – hier sind wir angekommen.